Der Fußball ist an vielem schuld, vielleicht sogar an allem, ganz bestimmt
aber an Worten wie Nickligkeiten, Rudelbildung, Videobeweis oder Gutenabendallerseits. Worte,
die es außerhalb des Fußballkontextes nicht gibt, die da keinen Sinn ergeben. Tatsächlich
ergeben diese Worte ja nicht einmal beim Fußball einen Sinn. Trotzdem sind sie in Gebrauch,
freitags und samstags und sonntags und montags und dienstags und mittwochs und donnerstags –
an jedem gottverdammten Tag, an dem das Fernsehen ein Fußballspiel überträgt. Fällt den
Menschen, die diese Fußballspiele übertragen, nichts Besseres ein? Oder anders gefragt: Ist es
in Ordnung, wie das Fernsehen Fußballspiele überträgt? Gefährden manche Kommentatoren den Spaß
am Fußball mehr, als es die Dominanz des FC Bayern München tut? Und kann man den Videobeweis
auch dazu einsetzen, grobe Fouls der Moderatoren zu ahnden?